Konzerte, Lesungen

jan_Feb

Samstag, 24. Februar 2018 um 19.00 Uhr im Kulturstall

Fantasien, Fugen und Inventionen

Klavierabend auf Schloss Britz
Markus SchlemmerKlavier
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Erwin Schulhoff, César Franck

Schlemmer Konzert Foto Georg KrauseFantasien, Fugen und Inventionen hat der Pianist Markus Schlemmer sein Programm genannt, mit dem er am 24.02. am großen Bechstein Konzertflügel im Kulturstall auftreten wird. Besonders interessant an der kontrastierenden Zusammenstellung ist es zu erleben, wie Komponisten aus verschiedenen Epochen Formen wie Fantasien oder Fugen musikalisch gestalten und welche Bandbreite an Emotionen sich hinter ein- und demselben Begriff verbirgt.

Der Abend beginnt virtuos mit der der chromatischen Fantasie und Fuge von Johann Sebastian Bach, gefolgt von der Fantasie in C – Dur von Robert Schumann. In einem Brief an seine Braut Clara Wieck schreibt Schumann: „Der erste Satz davon ist wohl mein Passioniertestes, was ich je gemacht – eine tiefe Klage um Dich“.

„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ – dieser Kantate von Bach ist das thematische Material entlehnt aus dem die Fuge aus Prélude, Choral und Fugue von César Franck besteht. Dieses Werk, welches hochromantisch und expressiv ist, zugleich aber auf barocke Traditionen und Spielarten zurückgreift, beschließt den Abend.

Die selten zu hörenden 11 Klavierstücke op. 36 wurden von Erwin Schulhoff Inventionen genannt. Auch diese Bezeichnung greift zurück auf barocke Formen – Schulhoff hat eine Reihe von Miniaturen geschrieben, die sich jeweils ausschließlich einem einzigen musikalischen Gedanken widmen.

Markus Schlemmer ist regelmäßig im Kulturstall zu Gast, er ist dort nicht nur als Solist sondern auch als Kammermusikpartner des Geigers Boris Kucharsky oder gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker zu hören gewesen. Live Mitschnitte seiner letzten Konzerte im Kulturstall sind bei youtube zu sehen. Seine gemeinsam mit der Mezzosopranistin Michaela Schuster veröffentlichte CD „Morgen!“ erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik und einen Editor`s Choice beim englischen Magazin Gramophone.

Foto: Georg Krause

Samstag, 03. Februar 2018, um 19.00 Uhr im Kulturstall

Meisterwerke des Klaviertrios

Ein Lachen unter Tränen
Erntraud Passin
– Violine
Regine Zimmermann
– Violoncello
Ayako Suga-Maack
– Klavier
Thomas Hoernigk
– Modertion
Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Dmitri D. Schostakowitsch, Franz Schubert

suga maack webSchloss Britz präsentiert drei Meisterwerke des Klaviertrios. Das B Dur Trio (KV 502) von Mozart, das zu den bekanntesten und beliebtesten zählt. Es ist ein perfekt stilisiertes, heiteres und anmutiges Stück, dennoch verbergen sich hier Schmerz und emotionale Tiefe.
Im zweiten Klaviertrio trauert Schostakowitsch um seinen jüdischen Schüler Benjamin Fleischmann und generell um das schreckliche Schicksal der Juden. Schostakowitsch sagt: “ Die jüdische Volksmusik … kann fröhlich erscheinen und in Wirklichkeit tragisch sein. Fast immer ist sie ein Lachen unter Tränen.“ Dieses Trio beinhaltet jüdische Volksmelodien, bedrohlich pochende Rhythmen, aber auch ungetrübte idyllische Momente und steigert sich zu einem wilden Totentanz, der am Ende in Hoffnungslosigkeit versiegt.

Das zweite Trio in Es Dur (Op.100) von Schubert zeigt, wie sich seine typischen und vielfältigen musikalischen Fähigkeiten in voller Blüte entfalten: kraftvolle Themen, köstliche Kantilenen, lustvolle tänzerische Elemente, farbenfrohe Schattierungen des Harmoniewechsel und vor allem eine Melancholie, die das ganze Stück dezent unterstreicht.

Erntraud Passin (Violine) studierte am Mozarteum Salzburg bei Prof. Franz Samohyl und war Mitglied der Camerata Academica Salzburg. Anschließend setzte sie ihr Studium bei Prof. Max Rostal an der Hochschule für Musik in Köln fort und beendete es mit dem Konzertexamen. 1975 bekam sie ein Engagement beim Radio Sinfonie Orchester Berlin, dem heutigen DSO, und war Mitglied bei der RIAS Sinfonietta. 1994 ging sie aus privaten Gründen nach Österreich, wo sie bis 2013 eine Lehrtätigkeit ausübte. 2001 gründete sie das Kammerorchester M.A.Mozart (Maria Anna Mozart) mit Sitz in St.Gilgen (bis 2013). Es folgten zahlreiche Kammermusikkonzerte und Kammermusikseminare.

Regine Zimmermann (Violoncello) studierte zunächst an der Musikhochschule Frankfurt / Main, wo sie die Reifeprüfung ablegte, danach an der Folkwangschule Essen und anschließend mit einem Rotary-Stipendium an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Seit 1976 lebt und arbeitet sie in Berlin, zunächst als Cellistin im damaligen Radiosymphonieorchester, später als Solo-Cellistin im Sinfonischen Orchester Berlin. Seit 1985 ist sie freiberuflich solistisch, kammermusikalisch und pädagogisch tätig. Ihre Konzerttätigkeit umfasst die Mitwirkung in Kammerkonzerten und Ensembles in ganz Deutschland und Europa.

Ayako Suga-Maack (Klavier) absolvierte die Tokyo University of Arts mit dem Magisterexamen. Es folgte ein Studium an der Hochschule der Künste Berlin. In Japan lehrte sie an der Musashino-Musikhochschule, gab Solo- und Kammerkonzerte, spielte mit dem Tokyo Symphony Orchester und produzierte Aufnahmen bei NHK. Es folgte eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland mit Klavierabenden und Aufnahmen für den SFB, NDR und die Deutsche Welle. Sie wirkte bei verschiedenen Kammerkonzerten und CD-Produktionen mit. Seit den 80er Jahren setzt sie sich intensiv mit Werken von Komponistinnen auseinander. Sie edierte u.a. den Klavierzyklus “Das Jahr“ von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy, und brachte ihn zur Uraufführung.

Thomas Hoernigk (Moderation) erhielt als Schüler Unterricht am Klavier und Kontrabass. In München, Göttingen und Berlin studierte er Germanistik, Musik- und Theaterwissenschaften. An einem Oberstufenzentrum war er als Lehrer tätig. In Fachzeitschriften und Lexika veröffentlichte er Texte zu literarischen und musikhistorischen Themen. Thomas Hoernigk ist zwar kein professioneller Musiker, aber ein ausgewiesener Kenner und Liebhaber der Musik mit behinderten Menschen.

Siche Schaefer01Samstag, 10. Februar 2018 um 19.00 Uhr im Festsaal

Duo Klarton

Kurt-Tucholsky-Programm
Ideal und Wirklichkeit
Peter SicheGesang, Rezitation
Klaus Schäfer
Klavier, Rezitation
Mit Werken von Friedrich Hollaender, Rudolf Nelson, Hans Herbert Winkel, Peter Janssens, Hans Eisler, Gustav Zelibor u.a.

Schloss Britz präsentiert das Duo Klarton mit dem vergnüglichen Kurt-Tucholsky-Programm "Ideal und Wirklichkeit", ein Programm, durchaus mit Tiefsinn und Tiefgang, aber eben nicht mit dem ganz bösen satirischen Biss. Es geht von den "Löchern im Käse", der "Soziologie der Löcher", über kleine Schnipsel (Aphorismen a la Lichtenberg) bis zu einem kurzen Abriss der Nationalökonomie - äußerst aktuell. Unter den Chansons sind "Fang nie was mit Verwandtschaft an", „Wenn die Igel in der Abendstunde", "Heinrich Zille" und das Lied mit der schönen Zeile "und darum wird beim Happyend im Film jewöhnlich abjeblendt"!

Wir wollen nun nicht jedes Thema verraten, das der Sänger Peter Siche und sein Pianist Klaus Schäfer anreißen. So viel sei aber gesagt. Es gibt viel zu lachen und nur mitunter hält man im Lachen inne, wenn bestimmte Menschentypen und menschelnde Vorgänge im Spiegel gar zu deutlich werden. Endlich mal keine Comedy, sondern im besten Sinne ein bunter Abend, der einen noch auf dem Heimweg schmunzeln lässt.

Peter Siche stammt aus Berlin und hat dort auch sein Gesangsstudium absolviert. Auftritte mit mittelalterlicher Musik hatte er bereits seit seiner Schulzeit. Es folgten Kabarett-Revuen in Berlin und Zürich, Auftritte im Theater des Westens und in freien Produktionen, bis hin zur Oper; dazu eine Reihe von Konzertprogrammen, begleitet von Piano, Laute oder anderen alten Instrumenten. Nach wie vor arbeitet er viel auf historischen und mittelalterlichen Märkten. Seine Auftritte brachten ihn in viele Städte Deutschlands, nach Österreich, in die Schweiz, Luxemburg, nach Frankreich, Spanien, Tschechien, Tunesien, Brasilien und nach Hong Kong.

Klaus Schäfer hat zur gleichen Zeit mit Peter Siche an der Universität der Künste studiert. Beide verbindet bis heute eine 33jährige Zusammenarbeit mit ebenso viel gemeinsam erarbeiteten Programmen. Ferner begleitet der Pianist Schauspieler und Sänger bei Solo-Programmen, Revuen und Konzerten sowie die Internationalen Meisterkurse für Chanson-Interpretation von Gisela May. Er spielt, singt, rezitiert und komponiert und wirkt bei Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit. Sein besonderes Interesse gilt den Autoren und Komponisten der „Goldenen Zwanziger“ und ihren Nachfolgern.

Samstag, 17. Februar 2018 um 19.00 Uhr im Festsaal

„Die drei großen B“

Hans-Joachim Scheitzbach – Violoncello
Prof. Alexander Vitlin (Staatsoper Berlin)
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms

Mit Hans-Joachim Scheitzbach, Solocellist an der Komischen Oper Berlin i. R. und Alexander Vitlin, Professor an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, erwarten die Besucherinnen und Besucher der Britzer Schlosskonzerte zwei hochrangige Musiker zu einem anspruchsvollen Konzert: Die drei großen B. Ob Ave Maria oder die Mondscheinsonate, verschiedene Präludien und Variationen für Violoncello und Klavier – den Zuhörerinnen und Hörern werden immer wieder alt bekannte Kompositionen begegnen, die mit ihrer Leichtigkeit bezaubern.

Hans-Joachim Scheitzbach und Prof. Alexander Vitlin sind bekannt für ihre sensible Interpretation. Wir versprechen einen eindrucksvollen Genuss.

Hans-Joachim Scheitzbach studierte an der Hochschule für Musik "Mendelssohn-Bartholdy" in Leipzig und wurde 1960 an das Leipziger Gewandhausorchester engagiert. Zugleich war er einige Jahre Mitglied des Leipziger Streichquartetts. 1967 wurde er als Solocellist an die Staatskapelle Dresden verpflichtet, ein Jahr später wechselte er in gleicher Position an die Komische Oper Berlin. Hans-Joachim Scheitzbach machte sich als Solist vor allem durch die Interpretation zeitgenössischer Kompositionen einen Namen und erhielt für diesen Einsatz mehrere Auszeichnungen. Zu den Glanzpunkten seiner solistischen Laufbahn gehören wiederholte Aufführungen der beiden Konzerte für Violoncello und Orchester von Krzysztof Penderecki unter der Leitung des Komponisten. Hans-Joachim Scheitzbach war an vielen Rundfunk- und Schallplatteneinspielungen beteiligt, Konzertreisen brachten ihn in zahlreiche europäische Länder.

Prof. Alexander Vitlin absolvierte sein Musikstudium als Dirigent am Leningrad Konservatorium (Hochschule für Musik Sankt Petersburg) bei Prof. Ilya Mussin und als Pianist bei Prof. Vladimir Nielssen. 1977 gewann er den All-Russischen Wettbewerb für Pianisten. Seit 1994 hat Alexander Vitlin eine Professur für Korrepetition an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Bevor er Engagements im Ausland annahm, war er Chefdirigent an diversen Opernhäusern in Russland.
Er dozierte von 1990 bis 1992 an der Rubin Musik Akademie in Tel Aviv und Jerusalem und war anschließend bis 1995 Solorepetitor an der Komischen Oper Berlin. Ab 2004 war er als Gast-Solorepetitor (»Moses und Aron« und »Boris Godunov«) an der Staatsoper Unter den Linden engagiert. Alexander Vitlin war musikalischer Assistent von Maestro Daniel Barenboim bei den Salzburger Festspielen 2007 (»Eugen Onegin«). Seit 2007 ist Alexander Vitlin Bühnenmusikdirektor an der Staatsoper Unter den Linden, er betreute als musikalischer Assistent von Maestro Daniel Barenboim die Produktionen »Der Spieler« und »Eugen Onegin« an der Staatsoper Unter den Linden und am Teatro alla Scala Mailand (»Der Spieler«).

Samstag, 20. Januar 2018, um 19.00 Uhr im Kulturstall

BerlinerTingelTangel

Lieblingslieder
25 Jahre
und kein bisschen leise
Andreas Kling – Gesang
Sigrid Güssefeld – Gesang
Alexander Klein – Klavier
Mit Liedern und Texten von Otto Reutter, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Mischa Spoliansky, Marcellus Schiffer, Rudolf Nelson u.a.

TingelTangel webDie Kulturstiftung Schloss Britz präsentiert im Kulturstall BerlinerTingelTangel mit seinen Lieblingsliedern in dem Kabarettprogramm „…und kein bisschen leise“.

Erleben Sie in originalgetreuen Kostümen, mit Witz, Charme und einem Hauch von persönlichem Charakter die Höhepunkte aus 25 Jahren Kabarett mit dem BerlinerTingelTangel und einen Rückblick auf die große Zeit des Berliner Kabaretts der 1920er und 30er Jahre.

Mit frechen Chansons, pointierten Szenen und witzig-spritzigen Liedern von Otto Reutter, Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Walter Mehring, Mischa Spoliansky, Marcellus Schiffer, Rudolf Nelson und anderen Künstlern und Kabarettisten erinnert das Künstler-Trio mal politisch-gesellschaftlich kritisch, mal humorvoll-satirisch, mal amüsant-spaßig, mal mit einem Augenzwinkern systemkritisch an das geistige Leben jener Zeit und ermöglicht den ironischen Blick auf unsere Zeit.

Andreas Kling: Musik- (Gesang, Saxophon, Klavier) und Romanistikstudium in Berlin. Gymnasiallehrer für Musik, Französisch und Darstellendes Spiel. Er komponiert fürs Kabarett und ist seit 1993 beim BTT. Er spielt am liebsten schwarz-humorige Rollen wie Frauen mordende Ehegatten, masochistische Nymphomanen und Witzfiguren wie "Nachtgespenster".

Sigrid Güssefeld: Gelernte Musikalienhändlerin. Anglistik- und Musikstudium (Gesang, Klavier). Lehrerin für Musik und Englisch. Schriftstellerische Tätigkeit ("Der SANKOFA-Vogel", Roman). Mitwirkung in diversen Ensembles mit Tanz, Theater, Kabarett, z. B. mannig-faltig noble Lieder mit dem Duo "Manoli". Sie oszilliert beim BTT seit 1990 in den verschiedensten Rollen: ob als hysterische Grand-Dame, kleines Mädchen aus dem Hinterhof-Milieu oder verführerischer Vamp.

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